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Kein Kind darf verloren gehen
18.11.2008
 
Landesregierung beschließt Kinderschutzgesetz Baden-Württemberg

Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz: "Kein Kind darf verloren gehen"

18.11.2008 Der Ministerrat hat heute (18. November 2008) dem Entwurf des Kinderschutzgesetzes Baden-Württemberg zugestimmt. Der Entwurf wird nun dem Landtag zugeleitet. „Wir wollen alle Möglichkeiten nutzen, um den Kinderschutz in Baden-Württemberg weiter zu entwickeln und zu verbessern. Früherkennungsuntersuchungen sind ein Baustein um die gesundheitliche Vorsorge von Kindern zu stärken. Deshalb wollen wir eine rechtliche Verpflichtung der Eltern einführen, mit ihren Kindern an allen Früherkennungsuntersuchungen teilzunehmen. Damit erreichen wir auch die Eltern, die ihre Kinder bisher nicht vom Arzt untersuchen lassen. Kein Kind darf verloren gehen“, sagte die Kinderbeauftragte der Landesregierung, Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz, nach der Kabinettssitzung in Stuttgart.

„Die allermeisten Eltern in Baden-Württemberg bieten ihren Kindern ein positives Umfeld. Aber es gibt leider auch Fälle, in denen Eltern ihrer Fürsorgepflicht nicht nachkommen können oder wollen. Deshalb müssen hier Staat und Gesellschaft zur Stelle sein und Hilfestellung leisten. Unser Ziel ist es, möglichst alle Kinder zu erreichen. Dafür stellen wir den Kinderschutz im Land auf eine breite Basis“, so die Ministerin weiter.

In Baden-Württemberg bestünden bereits tragfähige Strukturen und Mechanismen für einen wirksamen Kinderschutz. Neben der Vernetzung der vorhandenen Hilfestrukturen und der weiteren Qualifizierung der Fachkräfte sollen insbesondere die frühen Hilfen weiter ausgebaut werden. „Wichtig ist es, erste Signale von Überforderung und sozialen Problemen in den Familien frühzeitig zu erkennen. Vor allem Säuglinge und Kleinkinder sind darauf angewiesen, dass ihr Umfeld schnell reagiert. Einige Stadt- und Landkreise haben bereits positive Erfahrungen mit dem Angebot der Familienhebammen gemacht. Hierauf wollen wir ein Landeskonzept „Familienhebammen“ aufbauen, das die landesweite Einführung dieses Hilfeangebots unterstützen soll“, kündigte Monika Stolz an.

Quelle: Ministerium für Arbeit und Soziales


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