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Alkohol - Kinder immer öfter im Krankenhaus
01.03.2010
 
Kinder immer öfter im Krankenhaus

Alkoholbedingte Krankenhausbehandlungen werden zum immer größeren Kostenfaktor. Im Zeitraum von 2002 bis 2008 wurde fast 50 Prozent mehr Geld aufgewendet, die Kosten stiegen von 112 auf 168 Millionen Euro. Das geht aus der Antwort von Sozialministerin Monika Stolz (CDU) auf einen Berichtsantrag des CDU-Abgeordneten Stefan Teufel hervor. Der Kostenanstieg, den die Betreuung von Alkoholgeschädigten hervorruft, sei bei Kindern und Jugendlichen am höchsten. Allein in der Gruppe der Zehn- bis 20-Jährigen betrug er zwischen 2002 und 2008 fast zehn Millionen auf 16 Millionen Euro. Diese Altersgruppe erzeugt damit mehr als doppelt so hohe Kosten als die Gruppe der 20- bis 25-Jährigen oder die 25- bis 30-Jährigen.

Zwischen 2001 und 2008 ist die Zahl der alkoholbedingten Behandlungen in Südwest-Kliniken um knapp 9000 auf insgesamt 43 600 angewachsen. Am stärksten war der Zuwachs in der Gruppe der Zehn- bis 20-Jährigen. Mussten zum Beispiel bei den 13-Jährigen im Jahr 2001 exakt 113 Kinder wegen Alkoholmissbrauchs klinisch behandelt werden, waren es im Jahr 2008 schon 205. Der Zuwachs bei den Mädchen ist dabei - nicht nur in dieser Altersgruppe - stärker als bei den Buben. 2001 mussten 59 betrunkene Mädchen ins Krankenhaus eingeliefert werden, 2008 waren es 214 als fast doppelt so viele. Bei den Buben stieg die Zahl von 54 auf 91. Die Zahlen gehen auf Daten des Statistischen Landesamtes zurück, dem vergleichbare Auswertungen aus anderen Ländern nicht bekannt sei. tb

EINING
© 2010 Stuttgarter Zeitung
Artikel aus der Stuttgarter Zeitung
Stadtausgabe (Nr. 46)
vom Donnerstag, den 25. Februar 2010, Seite Nr. 5


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