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Rückgang Drogentoter
20.01.2010
 
Ein Rückgang um fast ein Drittel

Drogentote Die Zahl der Opfer in Baden-Württemberg sinkt mit 131 auf den niedrigsten Wert seit 1989.

Die Zahl der Drogentoten ist in Baden-Württemberg 2009 wieder deutlich gesunken. Wie aus einer vorläufigen Bilanz des Innenministeriums hervorgeht, wurden landesweit 131 Drogentote und damit 61 Todesopfer weniger als im Jahr davor registriert. Nach dem deutlichen Anstieg 2008 sei die Zahl auf den niedrigsten Stand seit 1989 (123 Tote) zurückgegangen. 112 der Drogentoten seien männlich, 19 weiblich. Unter den Toten seien erstmals nach fünf Jahren auch wieder zwei Jugendliche.

So war ein 16-Jähriger aus dem Raum Mannheim nach dem Mischkonsum eines morphinhaltigen Schmerzmittels und Alkohol gestorben. Eine 17-Jährige aus dem Raum Ulm starb, nachdem sie Heroin zusammen mit anderen Betäubungsmitteln genommen hatte. Unter den Toten seien jedoch immer weniger junge Menschen mit sogenannten Turbokarrieren.

Das Durchschnittsalter der Opfer stieg 2009 den Angaben zufolge leicht an auf 35 Jahre an. Vor zehn Jahren habe der Altersdurchschnitt bei 30 Jahren gelegen. 93 Fälle seien auf Heroinmissbrauch zurückzuführen, häufig in Kombination mit anderen Betäubungsmitteln, Medikamenten und Alkohol. Auffallend hoch sei nach wie vor die Zahl der Spätaussiedler unter den Drogentoten mit 28 Opfern, hieß es.

Die Erfahrung zeige, dass die Entwicklung der Opferzahlen schwanke, sagte Innenminister Heribert Rech (CDU). Allerdings zeichne sich seit dem Höchststand im Jahr 2000 mit 287 Toten eine deutlich rückläufige Tendenz ab.

Auf Kreisebene betrachtet hat es den stärksten Rückgang der Drogentoten im Stadtkreis Freiburg gegeben. Dort waren 2008 allein 23 Opfer gezählt worden, im abgelaufenen Jahr waren es nur noch neun. Auch im Kreis Ludwigsburg ging die Zahl der Drogentoten spürbar zurück, nach 16 Opfern im Jahr 2008 waren es in den vergangenen zwölf Monaten nur noch neuen. Auch in der Landeshauptstadt Stuttgart sank die Zahl der Getöteten von zwölf auf neun, in Böblingen ging die Zahl von acht auf drei zurück, in Esslingen von sieben auf fünf, in Göppingen von sechs auf einen. Es gab aber auch Regionen mit mehr Opfern, in Tübingen starben fünf Menschen durch Drogen (2008: drei), in Reutlingen waren es fünf (zwei). ddp/StZ

BREINING
© 2010 Stuttgarter Zeitung
Artikel aus der Stuttgarter Zeitung
Stadtausgabe (Nr. 8)
vom Dienstag, den 12. Januar 2010, Seite Nr. 4


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