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Schüler für mehr Unterricht
08.03.2010
 
Schüler für mehr Unterricht

Bildung Der Landesschülerbeirat möchte die Schulübergänge erleichtern. Von Renate Allgöwer

Zusatzunterricht in der zehnten Klasse der Realschulen fordert Lars Wahnschaffe, der Vorsitzende des Landesschülerbeirats (LSBR). So sollen starke Realschüler die realistische Chance bekommen, auf ein allgemeinbildendes Gymnasium zu wechseln. Das Beratungsgremium des Kultusministeriums sieht darin eine Alternative zum Besuch eines beruflichen Gymnasiums. Diese Aufbauklasse der Realschulen sollte umgekehrt auch für Neuntklässler der Gymnasien offen stehen. Schwächere Gymnasiasten könnten so zur Mittleren Reife kommen, ohne möglicherweise eine Klasse wiederholen zu müssen.

Wahnschaffe zeigte sich mit der Vorbereitung für das Abitur 2012 zufrieden. Die Rahmenbedingungen stimmten. „Das ist gut vorbereitet", sagte der Vorsitzende des LSBR. Er geht davon aus, dass in den Prüfungen für den letzten Jahrgang des neunjährigen und den ersten des flächendeckenden achtjährigen Gymnasiums „manche Themen sicher nicht drankommen, die etwas unangenehm wären". Allerdings bemängelt der Landesschülerbeirat, dass Schüler hier wie auch bei den Themen Bildungspläne und Schulcurricula nicht eingebunden seien. Die Schuld wies der Sprecher allerdings den Schulleitungen, nicht dem Kultusministerium, zu.

Wahnschaffe lobte den Kontakt zum früheren Kultusminister Helmut Rau (CDU), kritisierte jedoch, dass die Schulleitungen oft Informationen nicht an die Schüler weitergeleitet hätten. Von der neuen Kultusministerin Marion Schick (parteilos) erwartet er, dass sie das Versprechen, Dialoge zu führen, einhält. Der Beirat sei am kommenden Freitag im Ministerium zum Gespräch eingeladen. Das Beratungsgremium spricht sich dafür aus, für jede Schulart Informationsmappen zu den Beteiligungsrechten von Schülern zu erstellen. Die Einrichtung der Werkrealschulen begrüßt das Gremium. Allerdings fordern die Schüler großzügigere Ausnahmeregelungen. So sollten Hauptschulen bis zur neunten Klasse einzügig als Werkrealschulen geführt werden können. Erst in der Abschlussklasse zehn sollte die Zweizügigkeit Pflicht werden.

ALLGÖWER
© 2010 Stuttgarter Zeitung
Artikel aus der Stuttgarter Zeitung
Stadtausgabe (Nr. 54)
vom Samstag, den 06. März 2010, Seite Nr. 6


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