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Ganztagsschule
04.01.2014
 
SZ 04.01.14
 
Kompromiss bei Betreuung naht
Ganztagsschule Gemeinden und Land scheinen sich bei der Frage der Finanzierung anzunähern.

Im Streit um die Finanzierung der Betreuung an der Ganztagsschule bewegen sich Grün-Rot und Städtetag aufeinander zu - allerdings nur in Trippelschritten. Die Kommunen seien bereit, die Aufsicht während des Mittagessens zu übernehmen, teilte der Städtetag Baden-Württemberg mit. Dafür wolle das Land dem Wunsch der Kommunen entgegenkommen, den Ganztag flexibler zu gestalten. Jetzt sollen je sieben oder acht Zeitstunden an drei oder vier Tagen in der Woche möglich sein. 'Strittig ist aber noch eine Verlängerung der Pausenaufsicht', sagte Städtetagsdezernent Norbert Brugger der Nachrichtenagentur dpa .

Die Ganztagsschule soll im nächsten Schuljahr von einem Schulversuch zu einer Regelschule werden. Die entsprechende Gesetzesgrundlage wird derzeit erarbeitet. Das beaufsichtigte Mittagessen, das zum Ganztagskonzept gehört, ist seit Jahren Zankapfel zwischen Kommunen und Land.

Insgesamt geht es Brugger zufolge in dem Disput um einen dreistelligen Millionenbetrag, wenn 70 Prozent der Grundschulen im Jahr 2020 auf Ganztag umgestellt haben. Derzeit zahle das Land den Kommunen 60 Millionen Euro für die verlässliche Grundschule und andere Betreuungsaufgaben. Dies decke aber nur ein Viertel bis ein Fünftel der Kosten ab. Den Rest bezahlten die Kommunen selbst oder über Gebühren der Eltern.

Der Städtetagsvertreter bedauert, dass nur vom kommunalen Schulträger finanzierte Jugendbegleiter oder Erzieher - nicht aber die Lehrer - gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen zu Mittag essen werden. lsw



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