Hausphilosophie





 
Grundlegendes

  • Wir sehen unsere Aufgabe in einem auf gegenseitigem Vertrauen und fachlicher Zusammenarbeit gründenden Verbundsystem in der Jugend- und Sozialhilfe. Wir sind den öffentlichen Trägern, den Eltern und den jungen Menschen ein vertrauenswürdiger, fachlich kompetenter, verlässlicher und flexibel handelnder Partner.
  • Wir orientieren uns bei der Durchführung unseres Auftrags und beim Ergebnis unserer Arbeit an einem qualitativ hohen Niveau. Die Dienstleistung wird vom öffentlichen Träger, dem Leistungserbringer und den Leistungsberechtigten gemeinsam verantwortet.
  • Rechtliche Grundlagen für die Erziehung und Betreuung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind das Grundgesetz, die Sozialgesetzbücher II, VIII, IX und XII sowie die dazu ergangenen Bestimmungen und Verordnungen auf Bundes- und Landesebene, die uns fachliche Verpflichtungen sind.
  • § 1 Abs. 1 des SGB VIII „Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“ wird von uns als Generalklausel und Leitnorm der fachlichen Arbeit umgesetzt.
  • Wir arbeiten auf der Grundlage einer Leistungsbeschreibung und/oder Konzeption. Daten und Auflagen der Betriebserlaubnis werden mit äußerster Sorgfalt beachtet. Leistungs-, Qualitätsentwicklungs- und Entgeltvereinbarungen legen Art, Umfang und Qualität der tatsächlich erbrachten Leistung fest.

Grundhaltung den Kindern, Jugendlichen und Familien gegenüber

  • Wir legen Wert darauf, dass in unserer Einrichtung alle Betreuten wertgeschätzt und akzeptiert werden – unabhängig von Herkunft, ethnischer und religiöser Zugehörigkeit, Begabung, Geschlecht, Aussehen, Umgänglichkeit und Lebensstruktur. Eine solche Haltung den uns anvertrauten Menschen nahe zu     bringen, kann nur dann gelingen, wenn sie auch zwischen den Fachkräften verwirklicht und vorgelebt wird.

  • Wir achten, wahren und fördern dabei insbesondere das Recht der uns anvertrauten Menschen auf:
-    körperliche Unversehrtheit
-    psychische Unverletzlichkeit (Schutz vor psychischen Verletzungen,                        Kränkungen und Entwertungen, Diskriminierungen)
-    Entfaltung der Persönlichkeit im Rahmen der Zielabsprachen des Hilfeplans
-    Wahrung ihrer Eigentumsrechte
-    Vertraulichkeit und Schutz ihrer Daten

  • Wir wollen den jungen Menschen dazu verhelfen, die im Laufe ihrer Biographien entstandenen Lücken in der Persönlichkeitsentwicklung so auszufüllen, wie es ihrem eigenen Wesen entspricht. Unabhängig unserer fachlich-theoretischen Orientierung unserer Einrichtung wird in der praktischen Arbeit mit den betreuten Menschen dort angesetzt, wo Fähigkeiten und Tendenzen zur erfolgreichen Bewältigung von Entwicklungsaufgaben erkennbar sind.
  • Wir sehen unsere Aufgabe auch darin, eine soziale Anwaltschaft für die bei uns betreuten Menschen wahrzunehmen und ihre oft wenig beachteten Interessen sowohl im Allgemeinen als auch im Einzelfall zu vertreten.

Ziel unserer Hilfeangebote ist die Umsetzung veränderter Handlungs- perspektiven im Alltag. Aus diesem Grunde ist es notwendig, dass die Hilfen – entsprechend den aktuellen Möglichkeiten des betreuten Menschen – eine nahe Alltagsorientierung aufweisen. Dies verwirklichen wir auch durch Rückkoppelung der Hilfe für das Kind an die Familie und das Lebensumfeld, sowie Kooperation mit Institutionen um Umfeld (Netzwerkarbeit). Wir praktizieren gezielte, auf den speziellen Bedarf abgestimmte Eltern- und Familienarbeit und/oder Aufteilung dieser Aufgabe mit anderen Fachdiensten auf Grundlage der Hilfeplanung.

Die Rollen von öffentlichem Träger und Leistungserbringer

  • Dem öffentlichen Jugendhilfeträger obliegt die Entscheidungsbefugnis bzgl. der Hilfegewährung, der Festlegung von Umfang, Intensität und Dauer der Hilfe. Die gemeinsamen Erfahrungen aller Beteiligten sollten hierbei adäquat berücksichtigt werden.
  • Wir orientieren unsere Leistungsangebote an dem vom öffentlichen Träger benannten Bedarf und dessen Zielvorstellungen, sowie den fachlichen Notwendigkeiten. Unsere Einrichtung schafft für die Erfüllung unseres gesetzlichen Auftrags im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch spezielle pädagogische und therapeutische Rahmenbedingungen. Wir stellen professionelles fachliches Handeln, sowie spezielles Wissen zur Verfügung.

Merkmale der Strukturqualität

  • Alle Entscheidungs- und Organisationsprozesse orientieren sich am individuellen pädagogischen Bedarf der betreuten Menschen.
  • Unsere Einrichtung verfügt über ein angemessenes Informations-, Koordinations- und Dokumentations-System. Dort werden alle relevanten, internen Prozesse dokumentiert. Alle an einem Prozess Beteiligten haben Zugang zu den für sie relevanten Anteilen der Dokumentation.
  • Im Rahmen der Bezugsbetreuung streben wir eine hohe Personalkontinuität an. Wir gewährleisten die ständige Erreichbarkeit eines Verantwortungs- und Entscheidungsträgers.
  • Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist eine fachliche Wissensbasis, welche die aktuellen Entwicklungen berücksichtigt. Die Weiterentwicklung von fachlicher Qualifikation und persönlicher Kompetenz der MitarbeiterInnen gewährleisten wir durch fachliche Anleitung, Fort- und Weiterbildung, sowie durch externe Supervision.
  • Wir gewährleisten eine fachlich innovative Personalentwicklung, förderliche Arbeitsbedingungen, sowie eine angemessene Bezahlung von MitarbeiterInnen. Raum- und Sachausstattung entsprechen den zu erbringenden Leistungen und Notwendigkeiten.
  • Wir gewährleisten die Beschäftigung einer ausreichenden Anzahl von Fachkräften mit entsprechender Qualifikation und persönlicher Eignung gemäß der Entgeltvereinbarungen und Leistungsbeschreibung. Unsere Führungskräfte sind sich der Gesamtverantwortung bewusst und für die Führungsaufgabe fachlich und persönlich geeignet.
  • Unsere Einrichtung verfügt über einen Dienstplan, der sich am individuellen pädagogischen Bedarf der Klienten orientiert. Bei der Gestaltung von Arbeitsverträgen und Dienstplanungen werden die Belange des gemeinsamen Auftrags der Einrichtung und die Belange des Arbeitnehmers gebührend berücksichtigt.

Merkmale der Prozess- und Ergebnisqualität

  • Wir verstehen unter Prozessqualität, dass wesentliche Schlüsselprozesse der Arbeit mit den dazugehörigen Zielen, Verantwortlichkeiten und Mitteln festgelegt, beschrieben und aufeinander abgestimmt sind. Wichtige Prozessmerkmale sind für uns z.B.:

-    Angemessenheit bei der Problembearbeitung
-    Lösungsorientiertes Vorgehen
-    Orientierung an den Ressourcen
-    Koordiniertes und strukturiertes Vorgehen
-    Ständige Anpassung der Qualitätsstandards unserer Arbeit an die                      sozioökonomische Entwicklug
-    Individualisierung der Hilfen
-    Partizipation möglichst aller Prozessbeteiligter (Eltern, Kind, Jugendamt….)
-    Transparenz, Nachvollziehbarkeit der Prozesse und Information darüber
-    Bedarfsgerechte, zeitnahe und zügige Prozessabläufe mit dem Ziel der              Stabilisierung der Selbsthilfe in den Familiensystemen

  •  Wir gewährleisten Transparenz hinsichtlich
-    der Ausgestaltung und Umsetzung des Hilfeplans
-    der erbrachten Leistungen und ihrer Wirksamkeit
-    der fachlichen Standards
-    der angewandten Konzepte und Methoden, sowie deren Konkretisierung
-    der Nachvollziehbarkeit fachlicher Aussage, Begründungen und                      perspektivischen Empfehlungen
-    der Strukturen für Planung, Steuerung, Verlauf und Ziele des Hilfeprozesses

  • In unserer Einrichtung wird in regelmäßigen Abständen eine verlaufs- und ergebnisorientierte Beobachtung der Hilfeprozesse durchgeführt, in die alle Beteiligten eingebunden sind. Dabei findet eine strukturierte Reflexion der Wirksamkeit von Prozessen, sowie der förderlichen und auch erschwerenden Faktoren statt.

Krisen: Prävention – Management – Aufarbeitung

  • Unsere Mitarbeiter werden präventiv durch Ausbildung und flexible Handlungskonzepte (Leitfäden) auf Krisen vorbereitet.
  • Im Krisenfall stellen wir die rechtzeitige Erfüllung der Informationspflichten und Beteiligung aller Betroffenen, sowie die Dokumentation der Krise und ihrer Bewältigung sicher. Das akute Krisenmanagement wird von allen Beteiligten durch ein Höchstmaß an Offenheit, Kommunikationsfä- higkeit und Selbstreflexion unterstützt. Unter Umständen beteiligen wir externe Fachleute und Institutionen an der Krisenbewältigung.
  • Durch Reflexion und Aufarbeitung der Krisen werden innerhalb der Einrichtung auch Veränderungsprozesse in Gang gesetzt, die jene fachlichen Interventionen immer wieder neu an die Bedürfnis- und Soziallage der Klientel ausrichten.

Wirtschaftlichkeit

  • Zur Erfüllung unseres Auftrags und zur Absicherung der Arbeitsplätze beruhen die Entscheidungen und Handlungen unseres Trägers auf der Verantwortung gegenüber der Existenzsicherung der Einrichtung. Die wirtschaftliche Führung der Einrichtung erfolgt kostenbewusst, effizient und innovativ.
  • Zur Erfüllung unseres Auftrages und Sicherstellung der Existenz der Einrichtung werden zu jedem Zeitpunkt auch folgende Aspekte berücksichtigt:

-    Pläne für Krankheits- und Urlaubsvertretung
-    Funktionierendes Krisenmanagement
-    Vorausschauendes Risikomanagement
-    Personaleinsatz und -entwicklungsplanung
-    Konzepte für die Unternehmensnachfolge


Unser Arbeitsansatz und das methodische Design

  • Ziel unserer Arbeit ist es, die uns anvertraute Klientel dort „abzuholen“, wo sie sich bzgl. ihrer konkreten sozialen Situation befindet. Und sie und das Erziehungsumfeld im Prozessverlauf unserer Arbeit so u stabilisieren, dass stabile Selbsthilfe-Impulse einsetzen, die der weiteren Förderung nicht mehr bedürfen.

Mit unserem Leit-Ansatz S I R, d.h. die Klientel systemisch-integrativ und ressourcenfördernd zu begleiten, würden und werden für die Hilfesuchenden stabile und teils nachhaltige Voraussetzungen der Selbsthilfe geschaffen.
Die Wege der methodischen Hauptschritte zur Vermittlung der Selbsthilfe bei der von uns betreuten Klientel werden in unserer Einrichtung auf den 3 aufeinander aufbauenden und miteinander verzahnten pädagogischen Handlungsebenen des Analysierens – Dynamisierens – und des (stabilen) Integrierens (A-D-J-Methode) erarbeitet.
Mit diesem strukturell-funktionalen Hilfeprogramm hat unsere Einrichtung eine sehr effektive Arbeit vor Ort entfalten können.


Unsere Mitgliedschaft im VPK

  • Unsere Einrichtung ist Mitglied im VPK (Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e.V.).  Ein gegenseitiger Austausch und die gegenseitige Zusammenarbeit in allen Belangen der Kinder- und Jugendhilfe finden mit diesem statt.



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